







Route

Liebes Reisetagebuch,
im März 2024 zog es uns für rund zwei Wochen nach Yucatán, Mexiko – ins faszinierende Land der Mayas. Schon der Hinflug mit Air Canada war einer der angenehmsten, die wir bisher hatten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Toronto landeten wir abends in Cancún – dem Startpunkt unserer Rundreise.
Wie schon bei anderen Trips haben wir uns direkt für die gesamte Zeit einen Mietwagen am Airport genommen. Nach der späten Ankunft verbrachten wir die erste Nacht in der Nähe des Flughafens, bevor es am nächsten Morgen losging Richtung Holbox – unser erster Stopp.
Holbox
Holbox ist eine kleine Insel im Norden Yucatáns – und trotz wachsendem Tourismus hat sie ihren ganz eigenen Charme behalten. Früher war sie eine reine Fußgängerinsel, heute sind es vor allem Golf-Carts, die das Straßenbild prägen. Dennoch: überall Sand, bunte Häuser, entspannte Bars und traumhafte Strände. Wir blieben drei Nächte, hätten aber auf jeden Fall länger bleiben können. Der Vibe ist einfach einzigartig – ein Ort zum Runterkommen.
Unterkunft: Zur Unterkunft auf Booking.com
Highlight: Beste Guacamole der Reise








Nach unseren ersten Eindrücken von Mexico ging es wieder mit der Fähre zurück aufs Festland. Unser nächster Stopp war Valladolid.
Valladolid
Valladolid liegt im Osten Yucatáns und hat rund 50.000 Einwohner. Die Stadt wirkt ruhig, authentisch und sehr mexikanisch – keine Touristenblase, sondern echtes Leben. Besonders schön ist der zentrale Platz mit der Kirche, wo sich abends gefühlt die ganze Stadt trifft, um zu essen, Musik zu hören und zu tanzen. Da es hier sehr heiß werden kann, sind die Cenoten in der Umgebung perfekt für eine kleine Abkühlung – auch wenn sie in der Hauptsaison gut besucht sind.
Unterkunft: Zur Unterkunft auf Airbnb
Highlights: Markt abends vor der Kirche · Kleine Gassen & lokale Läden








Bevor wir uns auf zu unserer nächsten Unterkunft gemacht haben, Stand noch ein weiterer Punkt auf unserer Bucket List: Die Pyramide des Kukulcán in Chichén Itzá.
Chichén Itzá
Die berühmte Pyramide des Kukulcán stand natürlich ganz oben auf unserer Liste. Die Ruinenstätte ist UNESCO-Welterbe und beeindruckend gut erhalten – aber auch sehr gut besucht. Wer früh kommt, entgeht dem größten Andrang. Einziger Minuspunkt: unzählige Verkaufsstände direkt im Gelände, die das Erlebnis etwas schmälern. Trotzdem ein absolutes Must-See auf der Yucatán-Halbinsel.
Tipp: Ein früher Besuch am Morgen lohnt sich – weniger Touristen, angenehmes Klima



Merida
Nach Chichén Itzá ging es weiter nach Mérida, die Hauptstadt Yucatáns. Hier spürt man direkt den Kontrast zur ländlicheren Region – quirlig, bunt und lebendig. Für uns war es spannend, mal Stadtluft zu schnuppern, aber nach zwei Nächten zog es uns wieder in ruhigere Gefilde.
Unterkunft: Zur Unterkunft auf Airbnb
Highlight: Lokaler Markt mit vielen authentischen Spezialitäten











Nach Merida stand unserer längste Fahrt auf dem Programm. Es ging in den Süden von dem Bundesstaat Quintana Roo nach Huay-Pix, Chetumal. Um die fahrt von 5h etwas angenehmer zu gestalten haben wir noch bei einer Cenote Yaal Utzil gestoppt.
Ein absoluter Geheimtipp: kristallklares Wasser, kaum Touristen, perfekt zum Schwimmen und Tauchen.
Location: https://maps.app.goo.gl/fdfQ4M2MAmeCPstH6

Huay-Pix
Unsere Unterkunft lag direkt an der Lagune – ruhig, wunderschön und perfekt für den Sonnenuntergang.
Ein kleines Restaurant gehörte dazu, das Essen war top. Zwei Nächte reichten genau richtig für Entspannung, Baden und kleine Kayak-Touren auf der Lagune.
Unterkunft: Zur Unterkunft auf Airbnb
Highlights: Laguna Milagros · Cenote Yaal Utzil




Bacalar
Von Huay-Pix aus war es nur eine halbe Stunde bis Bacalar – ein weiteres Lagunenparadies. Besonders beeindruckend: die türkisen Farbschattierungen der Lagune.
Ein Highlight war „Los Rápidos“ – eine natürliche Strömung, in der man sich einfach treiben lassen kann. Die Cenote Azul ist riesig und voller Fische – perfekt zum Schnorcheln.
Unterkunft: Zur Unterkunft auf Airbnb
Highlights: Laguna Bacalar · Los Rápidos de Bacalar · Cenote Azul



Tulum
Der letzte Stopp unserer Reise war Tulum – bekannt für traumhafte Strände, stylische Beachclubs und den legendären Instagram-Look. Wichtig zu wissen: Tulum teilt sich in Tulum Pueblo (die Stadt) und Tulum Beach (den Küstenabschnitt). Wer Strandnähe will, muss mit höheren Preisen rechnen – und weniger „echtem“ Mexiko.
Leider war Tulum für uns eine Enttäuschung: überteuert, überlaufen und voller Touristenfallen.





Von Tulum aus lassen sich zahlreiche Ausflüge starten. Überall warten beeindruckende Cenoten, die nur darauf warten, erkundet zu werden. Außerdem gibt es jede Menge Beachclubs, die archäologische Zone von Tulum direkt am Meer.
Ein absolutes Highlight für uns war das Schnorcheln mit Seekühen – ein unvergessliches Erlebnis und ohne Frage der emotionalste Moment unserer gesamten Reise. Diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen, war eine unglaubliche Ehre.
Ehrlicherweise hatten wir in Tulum jedoch oft das Gefühl, dass man an jeder Ecke für alles Mögliche zur Kasse gebeten wird. Das war auch der Grund, warum wir uns letztlich nur eine Cenote angesehen haben: die Cenote Calavera. Sie ist bekannt für ihre markanten Öffnungen, durch die man direkt ins Wasser springen kann – ein tolles Erlebnis, aber mit 500 Pesos pro Person (ca. 24 €) aus unserer Sicht deutlich überteuert. Leider spürt man hier den starken Hype der letzten Jahre, der viele Preise in die Höhe getrieben hat.
Die Maya-Ruinen von Tulum haben eine beeindruckende Lage direkt auf den Klippen am Meer – ein wirklich schöner Ort mit viel Geschichte. Allerdings sollte man sich auf einige Touristenfallen einstellen: Schon an den Parkplätzen warten zahlreiche Verkäufer, die teure „Express-Tickets“ und Bootstouren anbieten. Uns wurde erzählt, dass es Wartezeiten von über einer Stunde gäbe – tatsächlich standen wir aber nur etwa fünf Minuten an. Auch die offiziellen Preise an der Kasse waren deutlich günstiger als bei den Verkäufern davor. Ein klassischer Touristen-Scam, den man am besten einfach ignoriert.
Je nach Saison liegt zudem Seegras am Strand. Uns hat es nicht gestört, aber man sollte es wissen, bevor man kommt.



Lohnenswert war der Ausflug in das AZULIK City of Arts. Entsprechend Tulum war auch hier der Preise entsprechend hoch. Allerdings lohnt es sich sehr, wenn man sich für Kunst und Ästhetik interessiert. Wirklich unfassbar wie viel Wert hier auf Detailliebe hineingesteckt wurde. Kleiner Wehmutstropfen durfte aber auch hier nicht fehlen: Kameras – außer vom Smartphone, sind nur gegen einer Gebühr erlaubt.



Unterkunft: –
Highlights: AZULIK City of Arts · Archäologische Zone · Paradise Beach · Schnorcheln mit Seekühen
Good to know
- Mietwagen ist unverzichtbar
- Rechnet mit Straßenkontrollen
- Immer Bargeld dabeihaben
- Cenoten außerhalb Tulums sind oft schöner & günstiger
- Tulum ist kein Muss – sehr touristisch
- Grundkenntnisse in Spanisch sind hilfreich
- Guacamole überall probieren! 🥑
- Vorsicht vor Scams, vor allem an touristischen Spots
Fazit
Unsere zwei Wochen auf der Yucatán-Halbinsel waren abwechslungsreich, warmherzig und voller Highlights. Von den entspannten Vibes auf Holbox über das authentische Valladolid bis zu den türkisfarbenen Lagunen im Süden – Mexiko hat uns absolut begeistert. Nur Tulum konnte dem Hype für uns nicht standhalten. Trotzdem: Wir kommen definitiv zurück – es gibt noch so viel mehr zu entdecken!
Liebe Grüße
Fabienne & Chris
Transparenz: Dieser Blogartikel enthält unsere persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über die Links buchst oder kaufst, so erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis überhaupt nichts. Vielen Dank wenn ihr uns unterstützt!